Seven Years from Now

Ashley Poston | Romance, NA, Roman

Tropes: Second Chance Romance, Right Person, Wrong Time, Grief and Healing, Slow Burn

Worum geht’s?

Clementine ist eine aufstrebende und ehrgeizige Buch-Publizistin bei einem kleinen Verlag in New York. Sie ist gerade kurz davor befördert zu werden, als die verzauberte Wohnung, die ihre Tante ihr vererbt hat, sie plötzlich sieben Jahre in die Vergangenheit wirft. Dort (oder besser damals, dann, zu dieser Zeit?) lernt sie einen gutaussehenden Mann kennen, der sie nicht nur mit seinem Zitronenkuchen verzaubert, sondern sie ihr ganzes Leben hinterfragen lässt.

Diese Geschichte vereint Schmetterlinge im Bauch und schicksalhafte Reisen durch die Zeit mit der Erfüllung von Träumen und der Heilung von Verlust.

Die Protagonistin

Clementine ist zu Beginn der Handlung sehr passiv. Sie macht ihren Job, und das auch sehr gut. Ihre besten Freundinnen versuchen ihr soziales Leben einzuhauchen und arrangieren Dates, die Clementine nicht ernst nimmt. Sie zieht in die Wohnung ihrer verstorbenen Tante, weil sie sich nichts anderes mehr leisten kann, richtet sich dort jedoch nicht ein, übernimmt keine Initiative für ihr Leben. Die Charakterentwicklung ist vorprogrammiert.

Denn Clementines Passivität rührt von dem Selbstmord ihrer Tante, Analea, den sie bisher nicht verarbeiten konnte. Erst durch die Bekanntschaft mit ihrem „Seelenverwandten“ erkennt Clementine, dass ihr Leben sie überhaupt nicht erfüllt, und alle Farbe mit dem Tod von Analea daraus gewichen ist. Stück für Stück gewinnt sie Klarheit darüber, was sie eigentlich will und übernimmt die Verantwortung für ihr eigenes Glück.

Fazit

Pinkes Cover, schnörkelige Schrift, zwei Silhouetten von Liebenden und viele Zitronen – dieses Buch soll Balsam für die Seele sein, eine kleine Romanze für Zwischendurch, das dachte ich. Und das war es auch, zum Teil. Die Idee von einer Wohnung, die zwei Seelenverwandte zueinander führt, indem sie einen von ihnen 7 Jahre in die Vergangenheit schickt damit sie sich begegnen, ist romantisch. Dass Clementine überall außerhalb der Wohnung allerdings in ihrer normalen Zeit war, war ernüchternd. Das Vorankommen der Liebesgeschichte war für die Protagonistin und die Leserin abhängig gemacht worden, von den Launen dieser Zauberwohnung! In dem Sinne hielt das Buch, was es versprochen hatte: eine fesselnde Liebesgeschichte, die man nicht aus der Hand legen wollte, denn vielleicht landete Clementine, wenn sie das nächste Mal nach Hause kam, ja wieder in der Vergangenheit bei ihm!

Andererseits ging diese Leichtigkeit verloren, als man von der Todesursache ihrer Tante erfuhr. Das gab der Geschichte eine Schwere, die ich so nicht erwartet hatte. Und auch wenn die Autorin dieses Thema wirklich tragisch-schön beschrieben hat und man fast spüren konnte, wie Clementine langsam über ihren Verlust und auch die eigenen Schuldgefühle hinweg kam, so war es doch insgesamt zu viel für diese Geschichte. Clementines Heilungsprozess von diesem Schicksalsschlag überschattete diese luftig-leichte Romanze, und die Romanze nahm der Beziehung zwischen Clementine und Analea den Raum, den sie verdient hätte.

Also ja, es war ein Buch, in dem es darum ging, wie eine Zauberwohnung zwei Liebende zueinander führt, aber eben nicht nur…

Wem ich das Buch empfehle: Ich würde diesen Roman jedem empfehlen, der sich nach einer gefühlvollen, kurzweiligen Liebesgeschichte sehnt – einer Geschichte, die zwischen Restaurantküchen, nächtlichen Gesprächen und der besonderen Energie New Yorks spielt.

Zitat zum Mitnehmen:

„Man muss viele Schuhe anprobieren bis man welche findet, in denen man gerne läuft.“

SEVEN years from now | Ashley Poston

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